11
Apr
2011

Deutschland auch 2010 wieder größter ausländischer Investor in Frankreich

Deutschland auch 2010 wieder größter ausländischer Investor in Frankreich

Deutschland war im Jahr 2010 mit 140 Projekten erneut der größte erwerbsschaffende Direktinvestor in Frankreich, gefolgt von den USA (139 Projekte), Großbritannien (61 Projekte) und Italien (54 Projekte). Nach Angaben von Invest in France haben deutsche Unternehmen in 2010 über 5800 Arbeitsplätzen in Frankreich geschaffen. Zu den Größten gehören CON ENERGY, BERTELSMANN, ENERCON, KATJES und LFOUNDRY. 

Das Jahr 2010 war ein sehr gutes Jahr für die ausländischen Gesamtinvestionen in Frankreich, gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Investitionsvorhaben um 22% auf insgesamt 782 Projekte angestiegen, die höchste Zahl seit 15 Jahren. Fast 32 000 Arbeitsplätze sind entstanden, 6% mehr als in 2009. Die französische Wirtschaftsministerin Christine Lagarde begründet das hohe Niveau ausländischer Investitionen mit dem guten Innovationsklima, den staatlichen Strukturreformen und Anreizen im Forschungsbereich.

Deutschlands Investitionen 2010 stellen 18% der gesamten Investitionsprojekte und ebenfalls 18% der durch ausländische Direktinvestitionen geschaffenen Arbeitsplätze in Frankreich dar. Die deutsche Präsenz in Frankreich wird Anfang 2011 auf rund 3 100 Unternehmen mit 320 000 Beschäftigten geschätzt. Die Banque de France geht Ende 2009 von einem deutschen Kapitalstock von über 73 Mrd. Euro aus. 

35% der deutschen Investitionen sind der industriellen Produktion zuzuordnen, 26% liegen im Dienstleistungsbereich. Investiert wurde vor allem im Energiesektor, wobei der Bereich der erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahr um 61% gewachsen ist und 31% aller deutschen Investitionen in 2010 ausmachen. Weitere Investitionsbereiche sind die Chemie, Beratung und Maschinenbau sowie der Handel.

Die Hälfte der deutschen Direktinvestitionen sind neu gegründete Unternehmen, bei 42% handelt es sich um Erweiterungsmaßnahmen oder um Übernahmen. Investiert wurde vor allem in der Region Rhône-Alpes (20% aller deutschen Investitionen), Ile-de-France (14%) und den Grenzregionen Lothringen (11%) sowie Elsass (9%). 

Quelle: Deutsch-Französische Industrie- und Handelskammer

Text: Alexandra Seidel-Lauer (4.4.2011)